Romanplanung Tutorial 3 – Fehler im Vorhinein vermeiden

Wie ist es euch beim Finden der Prämisse ergangen? Meine steht zu vielleicht 80%, ganz zufrieden bin ich damit nicht, stelle mein Feilen daran aber erst einmal zurück, weil es meiner Erfahrung sinnvoller ist, die Prämisse beiseite zu legen und sie lieber später noch einmal zu überarbeiten, anstatt sich daran zu verbeißen.

Ich gehe davon aus, dass ihr euch auch inzwischen grob eine Prämisse überlegt habt. Das reicht auch erst einmal.
Schon jetzt könnt ihr anhand der Aufgaben des 2. Tutorial-Teils bestimmen, wohin eure Reise gehen soll.

Und noch ein Vorteil eurer Vorplanung: Ihr könnt schon jetzt eine Einordnung eures Werkes vornehmen.
– Welche ähnlichen Werke existieren auf dem Markt? Was wollt ihr anders schreiben, was findet ihr an den vorhandenen Romanen gut?
– Ganz wichtig: Welches Strukturmodell steckt hinter eurer Idee? Wer das herausfindet, kann sehen, welche Schwierigkeiten / Vorbedingungen im Vorfeld schon ausgeräumt werden können. Zur Hilfe bei der Einordnung gibt es ein Buch, das leider nicht mehr erhältlich ist:
20 Masterplots. Woraus Geschichten gemacht werden.
Autor: Ronald B. Tobias.

Die Wucherpreise für die gebundene, vergriffene Ausgabe würde ich nicht zahlen. Mit der Einordnung könnt ihr euch auch Zeit lassen, es ist nicht schlimm, wenn dieser Punkt etwas nach hinten verschoben wird.
So ist noch genug Zeit, sich dieses Buch von Kollegen auszuleihen oder es über eine der Landesbibliotheken zu bestellen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Wer gute Englischkenntnisse hat, kann sich das Original kostenlos HIER runterladen.

Alternativ findet man die Strukturmuster auch in diesem Buch (ab S. 101) gut erklärt und zusammengefasst, kompakter als bei den Masterplots:

Kreativ schreiben Handwerk und Techniken des Erzählens, DuMont-Taschenbücher, 1994
von Fritz Gesing (Autor)

Vorteil dieses Buchs, es ist gebraucht für einen Cent zu bekommen!!!

Im ersten Moment ist der Gedankengang vielleicht irritierend. Man ist gerade erst am Anfang der Planung und soll einen Exkurs in die Literaturgeschichte einfügen? Wir sind doch nicht an der Uni.
Nein, das sind wir garantiert nicht 😉
Ich würde diese Recherche auch nebenher laufen lassen, der Fortschritt hängt auch davon ab, wie schnell man zu einem Buch kommt, in dem die Strukturmuster aufgelistet und erklärt sind. Was man dann liest, ist oft wie eine Erleuchtung, dort steht, was beim Ausschreiben schieflaufen kann, wo die Schwierigkeiten sind, was die wesentlichen Punkte sind, die den Roman zum Scheitern bringen können.

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Beitragsbild © Lilya – fotolia.com

neueste Kommentare

  • Blausommer
    Ingo Hampe
    6. Oktober 2014 - 11:13 ·

    Die 20 Masterplots liegen bei mir angefangen im Regal. Ich hatte sie in meinem Lieblingsantiquariat entdeckt. Ich werde gleich mal meine Sprachbarriere überwinden. ( Ich habe die Englische Ausgabe).
    Danke für den Tipp

    • Blausommer
      Heike Fröhling
      6. Oktober 2014 - 18:48 ·

      Auf den ersten Blick fand ich das Buch auch abschreckend ;-), es ist einfach so umfangreich und ausführlich, die englischen Fachbegriffe immer nicht so einfach zu verstehen. Wenn man es nur als Nachschlagewerk für den eigenen Plot verwendet, ist es aber doch viel leichter zu verstehen.

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