sich Raum schaffen

»Ich würde ja so gerne (hier kann man wahlweise anfügen: bloggen, schreiben, malen, ein Instrument lernen …), aber ich komme einfach nicht dazu.« Häufig habe ich solche Klagen gehört, manchmal verbunden mit einem Stück Bewunderung, denn ja, ich habe immer geschrieben, seit mehr als zwanzig Jahren, als Single, verheiratet, ohne und mit Kindern, neben dem Beruf und als hauptberufliche Autorin. Das heißt nicht, dass ich nicht auch heute oft darum kämpfen muss, um an dem festzuhalten, was mir wichtig ist. Bei mir ist es das Schreiben, aber die Thematik ist für alle, die sich mit Kunst, Literatur oder Musik beschäftigen,…

weiterlesen

Auf die Plätze – fertig – Heirat?

1940 besetzten die deutschen Truppen Dänemark, aber sie „vergaßen“ Island, das damals zu Dänemark gehörte. Im Verlauf des Krieges wurde Island so zur alliierten Militärbasis. Zuerst wurden 1940 britische, anschließend amerikanische Truppen (ca. 60.000 Soldaten) auf der Insel stationiert. Noch vor Kriegseintritt der USA wurden nahe dem Fischerdorf Keflavík (wo heute der Hauptflughafen ist) Befestigungsanlagen gebaut. Obwohl jederzeit während des Krieges mit einem Angriff der Deutschen gerechnet werden musste, blieb Island zum Großteil verschont. Wenn man die Anzahl der stationierten Soldaten in Relation zu den ursprünglichen Einwohnern setzt, ist das schon enorm. Dazu habe ich folgende Bevölkerungszahlen gefunden: 1925 –…

weiterlesen

Impressionen zum Roman „Das Leben ist nur ein Moment“

Auf meiner Recherchereise zu dem Roman sind so viele Bilder entstanden zu den Handlungsorten, dass es zu schade ist, sie in meinen privaten Alben zu lassen. Als Einstimmung auf das Island-Buch, als Nachklang oder einfach zum Träumen habe ich die schönsten Bilder in diesem kurzen Video für euch zusammengestellt. Viel Spaß beim Ansehen!  

weiterlesen

„Das Leben ist ein Moment“ – Tipps zum Weiterlesen

Nein, man muss sich nicht mit Island beschäftigt haben, man muss nichts im Hintergrund wissen, um meinen Island-Roman zu genießen. Ein Roman ist keine geschichtliche Abhandlung, es geht in erster Linie um die Figuren, um in die Landschaft und eine andere Welt einzutauchen und alles um sich herum vergessen zu können.   Durch die Rückmeldungen in der Leserunde zu dem Roman habe ich aber gemerkt, dass für viele von euch das Thema Island / Auswanderungswelle nach Island doch auch über den Roman hinaus interessant ist, deswegen stelle ich einmal die Quellen zusammen, wo ich wirklich finde: Das lohnt sich zu lesen. Zuallererst…

weiterlesen

Schreiben – der Versuch, unvereinbare Gegensätze miteinander in Einklang zu bringen

    Ganz vielen Dank an Clia Vogel, die mich auf ihrem Blog für den „Liebster Bog Award“ nominiert hat. Mit der Auszeichnungen sind ein Bündel Fragen beantwortet, die ich gerne beantworte. 1. Was genau machst Du beruflich? Übst Du einen oder mehrere Berufe aus? So viele Berufe ich in meiner Vergangenheit ausgeübt habe (Lehrerin an Realschule und Gymnasium), freiberufliche Musiklehrerin, Referentin in der Hochbegabtenförderung, so gradlinig ist mein Leben inzwischen geworden: Ich schreibe 🙂 2. Hast Du eine künstlerische Ausbildung? Oder bist Du Autodidaktin? Oder vielleicht eine Mischung? Als ich mit der Schule abschloss, gab es noch keine Kreative-Writing-Studiengänge,…

weiterlesen

Reise in die Vergangenheit Teil 2 (Kap. 17 folgende)

Wie sahen Blönduós und Arons Hof bei Emmas Ankunft 1949 aus? Bei meiner Recherche hatte ich einen fachkundigen und wegen meiner vielen Nachfragen auch sehr geduldigen Helfer: Erlendur Finnbogi, der als neunjähriges Kind eine der Frauen, die 1949 nach Island ausgewandert sind, persönlich erlebt hat. „Sie war groß und sehr stark“, war seine Erinnerung, die natürlich auch davon geprägt war, dass er ein kleiner Junge war und sie eine wohl kräftige Frau. Es war Elsa Braun, die wie Emma am 8. Juni von Deutschland aus aufbrach. Elsa führte der Weg nach Hveragerði, der „Glashausstadt“, in der in Gewächshäusern überwiegend Blumen…

weiterlesen

Von Reykjavík nach Blönduós (Kap. 11)

    Von Reykjavík über die N1 Richtung Norden mit einem Abstecher über die  60 nach Búðardalur, über die 59 zurück auf die N1 und weiter nach Blönduós.   Den Asphalt auf der N1 weiß man erst zu schätzen, wenn man ihn bald nicht mehr hat 🙂   Kleine Birkenwälder, meist nur mannshoch. Die Postkästen zu den entlegenen Höfen stehen an der Hauptstraße, von der kleine Stichwege zu den Häusern abgehen.   Langsam verschwinden die Berge weit hinten im Nebel.   Auf jeden Fall empfehlenswert: Allradantrieb. Das heißt aber nicht, dass es bei Windböen vor allem auf den Schotterwegen immer…

weiterlesen