Reise in die Vergangenheit Teil 2 (Kap. 17 folgende)

Wie sahen Blönduós und Arons Hof bei Emmas Ankunft 1949 aus? Bei meiner Recherche hatte ich einen fachkundigen und wegen meiner vielen Nachfragen auch sehr geduldigen Helfer: Erlendur Finnbogi, der als neunjähriges Kind eine der Frauen, die 1949 nach Island ausgewandert sind, persönlich erlebt hat. „Sie war groß und sehr stark“, war seine Erinnerung, die natürlich auch davon geprägt war, dass er ein kleiner Junge war und sie eine wohl kräftige Frau. Es war Elsa Braun, die wie Emma am 8. Juni von Deutschland aus aufbrach. Elsa führte der Weg nach Hveragerði, der „Glashausstadt“, in der in Gewächshäusern überwiegend Blumen und Tomaten angebaut wurden. Auch wenn sich die Lebenswege der beiden Frauen (Elsa und der fiktiven Emma) unterschieden, ließen sich viele Parallelen finden.

 

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der restaurierte Hof Glaumbær

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Das hauptsächliche Baumaterial war Torf, womit ein Haus bei der richtigen Konstruktion und der richtigen Dachneigung ein Jahrhundert überdauern konnte.

 

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Aufgrund von Baustoffmangel waren nur die vorderen Häuserfronten aus Holz.

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Ein Gang führt quer durch das Haus, von beiden Seiten gehen die Zimmer ab.

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Der Gang ist so lang, dass man das Gefühl hat, er führe in einen weiteren, von außen versteckten Hof.

 

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Es gab Vorratsräume, in denen konservierte Lebensmittel in Holzfässern gelagert wurde …

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… oder in Truhen. Porzellan war sehr wertvoll und wurde schonend behandelt. Zerbrach es, wurde es repariert.

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In dem Gästezimmer mit den blau vertäfelten Wänden ist von einer Torfhausatmosphäre kaum etwas zu spüren.

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Es ist enorm, wie gut das Material isoliert. Außen waren es drei Grad, innen durch die Wärme der Besucher und die durch die Fenster strahlende Sonne ungefähr 18 Grad, so dass es keine Jacken brauchte.

 

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Nachts wurden Bretter vor die Schlafkojen geklemmt, damit das Bettzeug nicht verrutscht.

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Die besonderen Einrichtungsgegenstände (Kommoden, Schränke, Standuhren) bekamen einen besonderen Platz.

 

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Das Baðstofa, die Wohn- und Bettstube war an beiden Seiten voller Betten. An der Fensterseite schliefen die Frauen, um für ihre Handarbeiten das bessere Licht zu haben.

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Neben den Betten befanden sich die Gegenstände zum persönlichen Bedarf.

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Die Bauersfamilie hatte einen eigenen Wohnbereich, abgetrennt von dem der Mädge / Knechte.

 

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Die Nähmaschine wurde mit einer Handkurbel betrieben.

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Deckenlampen wurden teils auch an Bettpfosten befestigt.

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Öllampen befanden sich an der Wand …

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… um auch bei Dunkelheit im Winter zu lesen.

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Brettspiele

 

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Musik war ein wichtiger Lebensbestandteil. Es war ein besonderes Erlebnis, auf einem alten Harmonium zu spielen!

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Neben den Streichinstrumenten gab es auch Blasinstrumente, die älteren, historischen aus Holz neben den Blechbläsern.

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Stadtplan von Blönduós 1926, wo sich das Leben fast nur im heute alten Stadtteil abspielte. Auf der anderen Seite der Blanda gab es nur 2 Gebäude.

 

 

Kommentare (4)

  1. Emily 16. August 2016 at 18:16

    Liebe Frau Fröhling,
    heute fand ich Ihr ebook bei amazon und kann es seitdem nicht mehr aus der Hand legen, zu spannend ist die Geschichte um Isabell und Emma. Toll, wie Sie Ihre Island-Reise hier dokumentiert haben, das liefert die passenden Bilder zu Ihrem Buch.

    Leider sind die beiden Facebook-Bild-Links am Ende dieses Beitrages nicht verfügbar bzw. können nicht (mehr) aufgerufen werden. Dabei hätte ich diese ganz besonders interessant gefunden 🙂

    Viele Grüße
    Emily

    • Heike Fröhling 16. August 2016 at 18:37

      Hallo Emily,

      danke!!! Die Rückmeldung freut mich sehr!
      Mit den Links, das ist blöd, ich habe es auch gerade getestet. Das Problem ist, dass ich nur verlinken konnte, aber nicht die Bildrechte besitzte. So blieb mir nichts, als die Verweise zu löschen. Schade. Da bleibt in dem Fall nur die Beschreibung im Roman selbst, die aber auch sehr ausführlich ist und eine Vorstellung bietet.

  2. Emily 19. August 2016 at 12:45

    Liebe Frau Fröhling,
    schade, aber die Beschreibungen im Roman sind so genau, dass man es sich sehr gut vorstellen konnte! Vielen Dank für die schönen Lesestunden! Ich habe direkt den Newsletter abonniert und freue mich auf weitere spannende Seiten aus Ihrer Feder 🙂
    Viele Grüße
    Emily

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