vom Schreiben

sich Raum schaffen

»Ich würde ja so gerne (hier kann man wahlweise anfügen: bloggen, schreiben, malen, ein Instrument lernen …), aber ich komme einfach nicht dazu.« Häufig habe ich solche Klagen gehört, manchmal verbunden mit einem Stück Bewunderung, denn ja, ich habe immer geschrieben, seit mehr als zwanzig Jahren, als Single, verheiratet, ohne und mit Kindern, neben dem Beruf und als hauptberufliche Autorin. Das heißt nicht, dass ich nicht auch heute oft darum kämpfen muss, um an dem festzuhalten, was mir wichtig ist. Bei mir ist es das Schreiben, aber die Thematik ist für alle, die sich mit Kunst, Literatur oder Musik beschäftigen,…

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Schattenkinder

Jeder Autor kennt sie und auch manche Leser haben sie in der Schublade: Schattenkind-Bücher. Die  Leser lassen sich an zwei Händen abzählen, was auch immer seinen Grund hat. Eines meiner Schattenkinder hieß auch noch dazu „Nachtschattenspiel“, ein Thriller, den ich vor Jahren bei Amazon eingestellt hatte und der seinen Weg zu den Lesern nicht gefunden hatte. Mit der Erscheinung von „Am Anfang war die Stille“ und dem ersten großen Erfolg im Selfpublishing habe ich meine bereits publizierten Schattenkinder so gut es ging unsichtbar gemacht. Wer genau hinsah, konnte es natürlich nach wie vor entdecken, aber mein Unsichtbarmachen hat recht gut…

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Überarbeitung – Aus einem Wortgebäude ein Schloss entstehen lassen

Ich gratuliere allen erfolgreichen Teilnehmern von NaNoWriMo! Denjenigen, die nicht so viel geschrieben haben, wie sie wollten, lege ich diesen Artikel von Richard Norden ans Herz: ZUM ARTIKEL „Warum Wordcount nicht alles ist“ Die Frage ist, wenn der Text – ohne oder mit NaNoWriMo – fertig ist, was dann? Am besten gleich an so viele Agenten und Verlage wir möglich schicken oder selbst herausbringen? Ohne Überarbeitung hat man mit der Taktik so gut wir keine Erfolgsaussichten. Vieles läuft beim Überarbeiten intuitiv, doch ich habe mir einmal genau überlegt: Wie geht eigentlich ein Überarbeiten vor sich?Welche Schritte lohnt es sich zu…

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Romanplanung Tutorial 8 – den Text für Leser zu einem Erlebnis werden lassen

Wenn Plot und Szenenplan stehen, lohnt es sich, noch ein paar zusätzliche Vorüberlegungen anzustellen, bevor man losschreibt. Ich beschreibe dies nur grob, da die entsprechenden Begriffe den allermeisten von euch bekannt sein werden und sie im Zweifelsfall auch schnell über jede Suchmaschine zu finden sind 🙂 1) bei eingeplanten Rückblenden noch einmal prüfen: – Sind sie wirklich notwendig und durch die Figuren selbst und deren Befindlichkeiten motiviert (Figur erinnert sich)?

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Romanplanung Tutorial 7 – Szenenplanung, das Navi der Autoren

Auf der Basis der bisherigen Tutorials dürfte es eigentlich kaum ein Problem sein, mit der Planung der einzelnen Kapitel zu starten. Das ist der Arbeitsschritt, der am intensivsten ist von allen. Auch für die Profis ist dieser Schritt immer wieder ein Wagnis, weil man an dieser Stelle merkt, ob die Geschichte wirklich aufgeht. Zuerst geht es um die erste Szene. Wie anfangen? Erst einmal die Vorgeschichte erzählen? NEIN. Setze direkt mit der Handlung ein. Beginne mit Deiner Geschichte dort, wo sie den Leser am meisten packt. Mache ihn neugierig.

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Romanplanung Tutorial 6 – Antagonist und Nebenfiguren

Inhaltlich wäre es sicher sinnvoll, sich zuerst mit dem Antagonisten zu beschäftigen, sich dann den Nebenfiguren zuzuwenden. Meiner Erfahrung nach ergeben sich an dieser Stelle die Ideen zu den Nebenfiguren wie von selbst, weil sie alle im Spannungsfeld zwischen Protagonist und Antagonist stehen. Deshalb mein Vorschlag: Notiert euch WÄHREND eurer Arbeit am Antagonisten die Nebenfiguren, die wichtig sind, nebenbei. Es reicht, jede Nebenfigur in 3-5 Sätzen zu beschreiben. Eine vollständige Charakterisierung dafür fülle ich nicht mehr aus, notiere die fehlenden Elemente später beim Schreiben der Erstfassung bei der entsprechenden Nebenfigur. Die Hauptarbeit liegt darin, den Antagonisten zu gestalten, der „Gegner“…

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Romanplanung Tutorial 5 – schon fast gewonnen mit der richtigen Hauptfigur. Tipps zur Konzeption mit Fehlersuch-Checkliste, wenn es mal klemmt.

Ein Roman ohne tragende Hauptfigur kann kaum funktionieren. Ich habe schon Romane gern gelesen, obwohl kaum ein Plot vorhanden war, weil ich mit der Figur gelitten habe, sie wie ein Freund war, dem man im Buch immer wieder begegnen wollte. Ideal ist es natürlich, wenn beides stimmt, Plot UND Figuren 😉 Zuerst wende ich mich der Hauptfigur, dem Protagonisten, zu. In vielen Romanen gibt es nur einen davon, aber bei mehrsträngigen Werken kann es auch schon einmal drei bis vier Hauptfiguren geben, aber mehr als fünf, das wäre schon eher zu unübersichtlich. Es gibt viele Wege, sich der Hauptfigur zu…

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