2015

Schreiben – der Versuch, unvereinbare Gegensätze miteinander in Einklang zu bringen

    Ganz vielen Dank an Clia Vogel, die mich auf ihrem Blog für den „Liebster Bog Award“ nominiert hat. Mit der Auszeichnungen sind ein Bündel Fragen beantwortet, die ich gerne beantworte. 1. Was genau machst Du beruflich? Übst Du einen oder mehrere Berufe aus? So viele Berufe ich in meiner Vergangenheit ausgeübt habe (Lehrerin an Realschule und Gymnasium), freiberufliche Musiklehrerin, Referentin in der Hochbegabtenförderung, so gradlinig ist mein Leben inzwischen geworden: Ich schreibe 🙂 2. Hast Du eine künstlerische Ausbildung? Oder bist Du Autodidaktin? Oder vielleicht eine Mischung? Als ich mit der Schule abschloss, gab es noch keine Kreative-Writing-Studiengänge,…

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Reise in die Vergangenheit Teil 2 (Kap. 17 folgende)

Wie sahen Blönduós und Arons Hof bei Emmas Ankunft 1949 aus? Bei meiner Recherche hatte ich einen fachkundigen und wegen meiner vielen Nachfragen auch sehr geduldigen Helfer: Erlendur Finnbogi, der als neunjähriges Kind eine der Frauen, die 1949 nach Island ausgewandert sind, persönlich erlebt hat. „Sie war groß und sehr stark“, war seine Erinnerung, die natürlich auch davon geprägt war, dass er ein kleiner Junge war und sie eine wohl kräftige Frau. Es war Elsa Braun, die wie Emma am 8. Juni von Deutschland aus aufbrach. Elsa führte der Weg nach Hveragerði, der „Glashausstadt“, in der in Gewächshäusern überwiegend Blumen…

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Von Reykjavík nach Blönduós (Kap. 11)

    Von Reykjavík über die N1 Richtung Norden mit einem Abstecher über die  60 nach Búðardalur, über die 59 zurück auf die N1 und weiter nach Blönduós.   Den Asphalt auf der N1 weiß man erst zu schätzen, wenn man ihn bald nicht mehr hat 🙂   Kleine Birkenwälder, meist nur mannshoch. Die Postkästen zu den entlegenen Höfen stehen an der Hauptstraße, von der kleine Stichwege zu den Häusern abgehen.   Langsam verschwinden die Berge weit hinten im Nebel.   Auf jeden Fall empfehlenswert: Allradantrieb. Das heißt aber nicht, dass es bei Windböen vor allem auf den Schotterwegen immer…

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Reise in die Vergangenheit (Kapitel 17)

Wie lebte man früher in einem Land, in dem es im Winter nur ein paar Stunden dämmerig wird, aber nie wirklich hell? Wenn der Boden überwiegend aus Fels- und Vulkangestein besteht mit Gras, Moosen und Heidekräutern als Hauptbewuchs, es dementsprechend so gut wie kein Holz als Baumaterial oder Heizmaterial gibt? Was tut man vor allem in der Dunkelheit des Winters, wenn es noch dazu so kalt wird, dass der Boden vollständig gefroren ist?

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Mitternachtssonne (Kapitel 10)

Die Vorstellung ist das eine, das reale Erleben dann so intensiv, dass ich ohne Zögern das bestehende Kapitel der Island-Saga gelöscht und es vollständig umgeschrieben habe.   „Um halb elf am Abend hob die Maschine in Amsterdam ab. Isabell blickte durch das Fenster auf das nächtliche Rollfeld mit den grünen und roten Markierungslichtern und warf einen letzten Blick auf das bunte Strahlen der Stadt, dann tauchte das Flugzeug in die Dunkelheit ein.“ „Schon nach wenigen Minuten stieg das Flugzeug über den Dunst hinaus, weiter aufwärts und es schien, als bewegte sich das Flugzeug dem Sonnenaufgang entgegen. Erst war es nur…

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Warum das Leben kein Roman ist und ein Roman nicht wie das Leben

  Eigentlich war meine Reise als Recherchereise für die Island-Saga gedacht. Und eigentlich wollte ich schon längst in Reykjavík angekommen sein. Doch die Realität läuft manchmal anders als geplant. Mitten im Check-In, als ich schon einen Großteil meines Handgepäcks in die Plastikbehälter eingeräumt hatte, fiel mir auf, dass ich meinen Laptop vergessen habe. Dank der Spontaneität meines Mannes, der sich sofort ins Auto gesetzt hat, war dieses Problem schnell gelöst und ich konnte mit Laptop starten. Dann hatte der Flug rund eine Stunde Verspätung, so dass ich meinen Anschluss im Amsterdam verpasst habe, wo ich nun festsitze. Die Kreditkarte funktioniert…

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